Wrack Giuseppe Dezza TA - 35

RN Giuseppe Dezza

Im Oktober 1923 kam die RN Giuseppe Dezza zur Grundüberholung. 

Wegen der neuen Bewaffnung wurde nach Weyer auch die Zahl der Mannschaft an Bord von 85 auf 94 Mann erhöht.

Dermaßen für neue Aufgaben gerüstet wurde das Schiff 1925 in Neapel stationiert und tat dort Dienst.

Dies änderte sich erst im April 1926, als es der Torpedo-Division unterstellt wurde. Zu seinen Aufgaben gehörte zB. die Beförderung des Gouverneurs von Tripolitanien von Tripolis nach Neapel.

1927 wurde die RN Giuseppe Dezza in Taranto stationiert und zum Flaggschiff ihrer Division ernannt.

Am 1. Oktober 1929 wurde die RN Giuseppe Dezza dann zur, Torpediniera -zum Torpedoboot- "degradiert", da Feuerkraft und Technik nicht mehr mit den modernen Zerstörern dieser Zeit mithalten konnten.

Lange Zeit ist dann nichts besonderes mehr zu berichten... Nachdem deutsche Truppen in ausreichender Stärke vor Ort in Fiume (heute Rijeka) waren, wurde die RN Giuseppe Dezza von ihnen aus dem seichten Hafenbecken geborgen, gründlich ;-)) entrostet und dann auch gleich mal ordentlich umgebaut.

Termin zur Indienststellung in die deutsche Kriegsmarine war dann der 9. Juni 1944.

Fast wäre es nicht dazu gekommen, sollte das Boot doch eigentlich an die kroatische NDH-Marine übergeben werden um diesem Bundesgenossen des Deutschen Reiches auch auf See ein wenig aufzupäppeln.

Doch wegen des Mangels an eigenen Kriegsschiffen in der Adria wurde nichts daraus. Der italienische Name wurde recht preussisch-zackig in TA 35 geändert, wobei TA für "Torpedoboot Ausland" stand.

Der an TA 35 vorgenommene Umbau brachte wieder eine Veränderung des Deplacements mit sich und steigerte sich von 616ts auf 686ts Typenverdrängung.

Die Mannschaft wurde von 94 auf 130 Mann erhöht. Bezüglich der Änderung in der Bewaffnung besteht auch hier keine Klarheit.

Wrack Giuseppe Dezza TA - 35 | Tauchzentrum Scuba Valdaliso | Rovinj | Istrien

Die Versenkung der TA 35:

Nach nur etwas mehr als zwei Monaten im Kriegsdienst lief TA 35 bei einer ihrer Geleitfahrten am 17. August 1944 zwischen Pula und Rovinj im Fasana-Kanal auf eine Mine. Als Untergangsstelle wurden damals die Koordinaten 44° 53` N / 13° 47 `E ermittelt. Die Wirkung des Minentreffers war verheerend. Der Bugteil wurde vom Schiff gerissen- TA 35 versank rasch in den Fluten.

Eine andere Version spricht von einem Torpedoangriff eines alliierten Flugzeuges- laut Recherchen italienischer Wracktaucher in den Akten der deutschen Kriegsmarine scheint die Untergangsursache aber eine Mine gewesen sein.

Die Wucht der Explosion war jedenfalls so groß, dass das Schiff im vorderen Drittel auseinandergerissen wurde und es zu einem Verlust von 71 Menschenleben kam.

Heute die liegt die Guiseppe Dezza in einer Tiefe von 33 Meter auf dem Meeresgrund. Erhalten sind noch rund 40 Meter des Schiffs, der Rest ist der Zerstörung anheim gefallen. Im Mittelteil kann man noch die Ausmasse der einstigen Katastrophe erahnen, über eine Länge von 40 Meter taucht man durch ein regelrechtes Trümmerfeld.

Die gut erhaltenen grossen Bordkanonen zeugen noch heute von seiner Kriegsvergangenheit und bieten ein wunderschönes Motiv für Unterwasserfotografen.

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